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Pimp my soup …

    Es gibt sie wirklich: nette, kleine Histaminhelferlein, die entweder wie ein Antihistaminikum wirken und Reaktionen lindern (z. B. Schwarzkümmel) oder die Mastzellen stabilisieren und so verhindern, dass der Körper eigenes Histamin ausschüttet bzw. mobilisiert. Darüber hinaus unterscheiden wir weitere Substanzen: DAO-Co-Faktoren wie Zink, die für den Histaminabbau benötigt werden und Nährstoffe wie Vitamin C, welches den Histaminabbau fördert.

    Vor allem Mineralstoffe und Vitamine sollten wir jedoch nicht wie Smarties essen, sofern kein Mangel besteht. Beispiel: Auch Vitamin B6 wird zu den DAO-Co-Faktoren gerechnet. Das B-Vitamin wird aber auch benötigt, um die Aminosäure Histidin in Histamin umzuwandeln – und so ist Vitamin B6 auch ein Co-Faktor zur Histaminproduktion. Ein Zuviel kann also ebenso für Probleme sorgen.

    Im Zweifelsfall sollten die Werte bestimmt werden. Manchmal – im Falle eines Mangels – macht ein bestimmtes Supplement Sinn, ansonsten sollten wir schauen, die nötigen Nährstoffe mit der Nahrung aufzunehmen (deshalb heißen die ja auch so).

    Und es gibt eine Reihe von tollen Nahrungsmitteln. Ich bin ein großer Fan von Ölen, das habe ich hier ja schon erzählt.

    Kurkuma – die Power-Knolle

    Heute geht es um meine liebste Power-Knolle: Kurkuma.

    Kurkuma oder Gelbwurz gehört zu den Ingwergewächsen. Der getrocknete und gemahlene Wurzelstock ist die Hauptzutat für das Currygewürz, das jedoch bei HIT nicht immer vertragen wird. Das liegt einerseits daran, dass Currypulver als Gewürzmischung zuweilen irgendein anderes Gewürz enthält, das nicht vertragen wird, z. B. reagieren manche auf scharfe Zutaten wie Chili oder haben Probleme mit Senfkörnern. Für Currypulver gibt es keine Verordnung, was genau rein muss. Ein anderer Grund kann sein, dass der Gewürzmischung der Geschmacksverstärker Glutamat beigemengt wurde. Idealerweise verwendet man daher nicht getrocknetes Pulver, sondern frische Zutaten.

    Wir mahlen Pfeffer und Salz frisch in der Gewürzmühle und auch Kräuter wie Basilikum oder Petersilie füge ich nach Möglichkeit frisch hinzu. So sind auch noch die meisten Nährstoffe enthalten.

    Doch Kurkuma habe ich quasi nie frisch zu fassen bekommen, bis jetzt. Ha, was war ich aus dem Häuschen, als ich kürzlich frischen Kurkuma im Supermarkt entdeckt habe und zwar in Bio-Qualität. Zugegeben, die Knolle hatte einige Kilometer auf dem Buckel und kam aus Peru. Doch für Chia-Samen und Kurkuma mache ich mal eine Ausnahme, wenn es um regionales Einkaufen geht. Während Chia-Samen eine super Quelle für DAO-Co-Faktoren sind (Zink!!!), ist Kurkuma ein ziemlich effektiver Mastzellstabilisator, weil Curcumin enthalten ist.

    Ähnlich wie Ingwer ist Kurkuma entzündungshemmend und besser noch: verhindert die körpereigene Histaminausschüttung. Dadurch ist Kurkuma der perfekte Begleiter für Speisen, die Liberatoren enthalten. Im ersten Versuch habe ich Kurkuma daher genutzt, um meine Knoblauchsuppe zu pimpen. Eine Knolle – etwa so groß wie mein kleiner Finger – wurde geschält, mitgekocht und püriert. Im Grunde könnt Ihr mit Kurkuma aber jede Sauce, Suppe und verschiedene andere Speisen pimpen.

    Kurkuma zubereiten

    Aber vorsicht, Kurkuma heißt nicht umsonst Gelbwurz oder sogar Safranwurzel im Volksmund: Die Knolle färbt wie verrückt – Essen wie Finger. Wer also mit Kurkuma kocht und nicht für die nächsten vier Tage gelbe Finger haben möchte, verwendet Handschuhe bei der Zubereitung und achtet darauf, dass die Kleidung nicht mit der Wurzel in Berührung kommt. Die Schürze ist also Pflicht. Kreative Modelle mit witzigen Histamin-Mutmachsprüchen findest Du im Shop.

    Kurkuma immer wieder nutzen

    Da Kurkuma so ein rares Einkaufserlebnis ist, habe ich gleich überlegt, wie ich mir einen Vorrat anlegen kann. Ähnlich wie Ingwer kann man Kurkuma bei Zimmertemperatur ganz einfach selber ziehen. Im Moment steht der Kurkuma in meinem neu erworbenen, kleinen Garten im Topf. Spätestens wenn die Temperaturen im Herbst fallen, muss ich die Knolle aber wieder in die eigenen vier Wände holen.

    Kurkuma benötigt einen relativ großen Topf, um sich zu entfalten. Im Sommer hoffe ich auf die farbenprächtigen Blüten und im Herbst werde ich dann die Knollen ausbuddeln und ernten. Ein paar werde ich aufheben, um schließlich wieder neuen Kurkuma zu züchten usw.

    Wie sind Eure Erfahrungen mit Kurkuma? Bisher haben wir das Gewürz in Pulverform vorwiegend in der Zahnpasta genutzt. Man kann übrigens auch sein eigenes Pulver machen, indem man die Knolle schält, in dünne Scheiben schneidet und im Backofen trocknet. Anschließend im Mörser zerstampfen und schon hat man selbst gemachtes Kurkuma-Pulver.

    Hinweis:

    Kurkuma enthält Salicylate. Wer hiermit Probleme hat, reagiert daher mitunter auch auf Kurkuma. Mehr zum Thema andere Intoleranzen & HIT findest Du hier.

    (c) Histamin-Pirat

    3 Gedanken zu „Pimp my soup …“

    1. So eine frische Knolle bekam ich letztens auch in die Hände. Bei mir wurde sie einfach frisch über das Gericht gerieben. Die gelben Pfoten am nächsten Tag waren mir aber egal. ^^ Die Idee die Knolle selbst zu ziehen find ich spitze! Hast du da eine vorgezogene Pflanze verwendet?

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